Die neue europäische Norm EN 15635 und die Betriebssicherheitsverordnung verlangen von den Lagerbetreibern eine regelmäßige Inspektion ihrer Regaleinrichtungen durch eine fachkundige Person. Der Verband für Lagertechnik und Betriebseinrichtungen (LBE) bildet „verbandsgeprüfte Regalinspekteure“ aus, die Regalsysteme jährlich kontrollieren. Was passiert bei diesen Prüfungen? Welche Bedeutung hat die Inspektionsplakette für den Betreiber? Um solche und ähnliche Fragen zu klären, begleitete die Redaktion einen Regalinspekteur der Jungheinrich AG bei seiner Tätigkeit.
Fachbeiträge
Die Konecranes-Serviceniederlassung Hamburg/Bremen führte eine umfangreiche Kranmodernisierung an einem 33 Jahre alten, von Mohr & Federhaff gelieferten Vierseilgreifer-Portal- Wipp-Drehkran für Massenund Stückgutumschlag bei Ems-Beton in Emden durch. Der elektrisch und mechanisch umgebaute Kran bietet alle Vorteile einer vergleichbaren Neuanlage.
Um die Arbeitsprozesse in ihrer Sprühtrocknungsanlage zu verbessern, entschloss sich die Satro GmbH, Hersteller von Milchprodukten in Lippstadt, zum Reinigen des Silos eine maßgeschneiderte Hubarbeitsbühne einzusetzen. Neben der Senkung der Kosten und Sicherung der Qualität stand auch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen als Zielfunktion für die von der Lift-Manager GmbH entwickelte Konstruktion.
Automatische Kleinteilelagerung (AKL) ist meist platzintensiv, geschwindigkeitsbegrenzt und bietet oft nicht die notwendige Betriebssicherheit. Das unlängst in Norwegen entwickelte Lagersystem AutoStore ist auf die wesentlichen Problemfelder, wie Gassenbindung, Leistungsgebundenheit und Ausfallzeiten bei Störungen, ausgerichtet. Entstanden ist eine völlig neuartige Lagervariante, die sich dem Optimum nähert und sich außerdem durch Flexibilität und die beliebig veränderbare Leistungsfähigkeit auszeichnet. AutoStore eignet sich für ganz unterschiedliche Branchen und Firmengrößen. Das System passt sich dem Anwender an – nicht umgekehrt.
Fördertechnik Bei der Wirtgen GmbH in Windhagen, dem Weltmarktführer im Bereich Asphalt- Kaltfräsen, können bis zu 30 t schwere Teile frei hängend pulverbeschichtet und nasslackiert werden – bei Temperaturen zwischen 70 und 230&nbrsp;°C. Die Spezialisten der Vollert Anlagenbau GmbH & Co. KG aus Weinsberg haben hierfür eine neue flurfreie Doppelspur-Hängelackieranlage errichtet.
Die Eurogate-Gruppe betreibt am Standort Hamburg einen Umschlagterminal für Standard-Seecontainer. In Kooperation mit dem Bremer Institut für Produktion und Logistik (BIBA GmbH) wird innerhalb des Forschungsprojektes „Seilbahn-Transportsysteme in Hafenterminals“ eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, die den Einsatz einer Seilbahn als nicht bodengebundenes, automatisches Fördersystem für Seecontainer untersucht.
Das von der Lanfer Cargo-Technik GmbH aus Borken-Weseke entwickelte System THINGtelligence realisiert erstmalig das Konzept des Internets der Dinge in einer realen Förderstrecke für Behälter. Die Grundlagen hierfür lieferten die Ergebnisse des Verbundprojekts „Internet der Dinge – Wandelbare Echtzeit-Logistiksysteme auf Basis intelligenter Agenten für den produktionsnahen Bereich“ des Ministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Grundlagenarbeit des Dortmunder Fraunhofer- Instituts für Materialfluss und Logistik und der Softwareagenten- Technologie der LinogistiX GmbH in Dortmund. Mit THINGtelligence können neue und modernisierte Anlagen schnell und zuverlässig in Betrieb genommen werden.
Mit Neubauten für Produktion, Logistik und Verwaltung hat der Anlagenbauer SMS Meer die Weichen für die Zukunft gestellt. Im Zuge der Konzentration von Bereichen am Stammsitz in Mönchengladbach investierte da Unternehmen auch in eine neue Schwerlasthalle. Damit reagierte SMS Meer auf die in den vergangenen Jahren gestiegene Nachfrage nach leistungsstärkeren Pressen, deren großvolumige und schwere Komponenten in Mönchengladbach gefertigt werden. Für das Handling und den innerbetrieblichen Transport der bis zu 180 t schweren Bauteile in der Schwerlasthalle entwickelte SMS Meer ein Intralogistikkonzept. Im Mittelpunkt stehen fünf Lauf- und Konsolkrane von Demag Cranes & Components, die in drei Arbeitsebenen installiert worden sind.
Worin bestehen die Gemeinsamkeiten eines Hafenschleppers und eines fahrerlosen Transportfahrzeugs? Abgesehen von der grundsätzlichen Transportaufgabe der beiden Fahrzeuge lassen sich kaum Parallelen entdecken. Dies könnte sich in naher Zukunft aber ändern. Am Dortmunder Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik wurde ein neues Fahrwerkskonzept für Flurförderzeuge entwickelt, das seine Ursprünge in der Schiffstechnik hat.
Auch – oder gerade – Mittelständler können durch die Automatisierung ihrer Logistik noch ein erhebliches Rationalisierungspotenzial aktivieren. Dies zeigt das Beispiel von Werda, einem Unternehmen, das sich mit rd. 35 Mitarbeitern auf die Produktion von kundenspezifischen Augen- und Hammerschrauben spezialisiert hat. Mit einem automatischen Tablarlager von viastore systems „aus dem Baukasten“ konnten die Reaktionszeiten verkürzt, die Kommissionierqualität gesteigert und Platz für eine Ausweitung der Produktion geschaffen werden.
Die inconso AG integrierte in die Abläufe und Systeme bei Neckermann eine automatische Tütenpackanlage. Was als Rationalisierungsprojekt begann, öffnete dem Versandhändler den Weg zu neuen Kommissionier- und Optimierungsstrategien. Dadurch entstand auch neue Flexibilität für weitere Verbesserungen.
Zellulare Transportsysteme sollen starre Fördertechnik ersetzen Um die Potenziale der Modularisierung bezüglich Flexibilität, Robustheit und Wiederverwendbarkeit nicht nur im Bereich der Steuerungssoftware nutzen zu können, muss auch die mechanische Auslegung von Materialflusssystemen angepasst werden. Dabei gilt es, die zahlreichen heterogenen und ortsfesten Komponenten eines typischen Stetigfördersystems durch einheitliche Module zu ersetzen, die autonom oder kooperativ logistische Aufgaben erfüllen können.
In der Fahrdynamik von Gabelstaplern kommt dem Reifenverhalten durch die Abbildung der Kraftübertragung vom Fahrzeug auf den Boden eine zentrale Rolle zu. Die Eigenschaften von Industrie reifen hinsichtlich der Übertragung von Horizontalkräften sind bisher jedoch weitgehend unbekannt. Zudem liegt für eine computergestützte Simulation der Querdynamik von Gabelstaplern keine optimale Modellierungsart der Reifen vor. In einem derzeit am Lehrstuhl für Maschinenelemente und Technische Logistik (MTL) der Hamburger Helmut-Schmidt-Universität bearbeiteten Forschungsprojekt wird ein geeignetes Reifenmodell entwickelt. Zur Ermittlung des Reifenverhaltens als Modelleingabe wird ein Reifenprüfstand realisiert, der speziell auf Industriereifen ausgelegt ist.
Für das Logistikzentrum Eching der Kaiser’s Tengelmann AG hat Knapp Systemintegration eine innovative Leergut-Sortieranlage realisiert. Nach diesem Konzept sollen jährlich rund 31 Mio. Flaschen von zwei Robotersystemen sortiert werden. Das nach Betreiberangaben erste automatische Leergut-Managementsystem dieser Art in Deutschland ist durch einen hohen Automatisierungsgrad bei der Gebindeerkennung und Sortierung sowie eine nahtlose Integration manueller Prozesse gekennzeichnet.
Nestlé Nespresso hat Lagerung und Versand seiner Produkte in einem internationalen Distributionscenter am Schweizer Standort Avenches konzentriert. Als Generalunternehmer für die Intralogistik hat die Dematic GmbH nicht allein mit Systemkomponenten, sondern vor allem mit Beratungs- und Planungskompetenz zu einer gelungenen Projektrealisierung beigetragen.







