Steigende Anforderungen an die Flexibilität und Redundanz von Logistiksystemen bedingen die Entwicklung neuer Steuerungsund Transportkonzepte. Aktuelle Forschungsarbeiten bereiten einen Paradigmenwechsel hin zu dezentral organisierten und selbstgesteuerten Materialflusssystemen vor. Das Institut für Fördertechnik und Logistik der Universität Stuttgart (IFT) simuliert und analysiert die Anforderungen an virtuelle zukünftige schwarmfähige Kleinfahrzeuge als Basis für die methodische Entwicklung zukünftiger Transport- und Ladungssysteme.
Fachbeiträge
Ein neues Maß für Flexibilität in der Logistik, wie es Analysen für die künftige Aufgabenbewältigung eindeutig vorzeichnen, ist die theoretische Basis für das Projekt „Logistics by Design“. Die serviceorientierte Architektur steht im Mittelpunkt. Statt atomarer Prozesskettenelemente werden vergleichbar kleinteilige atomare Services bestimmt und lose untereinander gekoppelt. Die vorgespiegelte Sicherheit eines vorausdenkenden Supply-Chain-Managements wird folglich durch die hohe Flexibilität von „Logistics by Design“ ersetzt. Die Informationen für Abrufe und Parametrierung speichert das logistische Objekt. Die in Verbindung mit der RFID-Technologie als „Internet der Dinge“ bezeichnete Steuerungsphilosophie findet hier ihre logische Fortsetzung. Die künftige Entwicklung deutet in Richtung kleinskaliger Wirkelemente und Fahrzeuge, die sich autonom und interaktiv in den Distributionssystemen der Zukunft bewegen.
Die CeMAT 2008 wirft ihre Schatten voraus. In wenigen Wochen findet in Hannover das große Branchentreffen der Intralogistik statt. Über 1000 Anbieter aus der ganzen Welt werden Ende Mai auf der Messe dem Fachpublikum ihre Innovationen und Lösungen präsentieren. Einige Aussteller haben schon zu einem frühen Zeitpunkt mitgeteilt, womit sie auf der CeMAT auftreten werden. Nach diesen Informationen hat die Redaktion auf den folgenden Seiten eine erste Auswahl von Exponaten zusammenge stellt, die bereits einen guten Überblick über das zu erwartende Angebotsspektrum vermittelt. Ein ausführlicher traditioneller Messevorbericht mit Produktvorstellungen und Statements folgt in der Ausgabe 5/08.
Nach einem ersten Resümee der LogiMAT 2008 – veröffentlicht in Ausgabe 3/08, S. 88 – folgen an dieser Stelle weitere Informa tionen über die erfolgreiche 6. Auflage der Internationalen Fachmesse für Distribution, Material- und Informationsfluss, die vom 19. bis zum 21. Februar 2008 zum Besuch des neuen Messegeländes in Stuttgart einlud. 571 Aussteller aus dem In- und Ausland folgten dem Ruf des Veranstalters Euroexpo und zeigten ihre Innovationen im Bereich der Intralogistik. Wie in den Jahren zuvor wurden wieder drei Unternehmen für ihr „Bestes Produkt“ ausgezeichnet.
Vom 24. bis 30. April 2008 trifft sich die internationale Verpackungs branche in Düsseldorf zur größten interpack, die es je gegeben hat. Mit 19 Hallen wird die interpack 2008 die gesamten Kapazitäten des Düsseldorfer Messe geländes belegen. Die 1958 erst mals ausgerichtete Messe wird sich zu ihrem 50. Geburtstag gleich über mehrere Superlative freuen können. Die erwartete Beteiligung ist rekordverdächtig und wird aus heutiger Sicht über dem Niveau der sehr erfolg reichen letz ten interpack 2005 liegen, rd. 2800 Aus - steller aus der ganzen Welt haben sich angemeldet. Besucher können sich an den sieben Messetagen umfassend über die neuesten Prozesse und Verpackungstrends in den Bereichen Nahrungsmittel und Getränke, Süß- und Backwaren, Pharma und Kosmetik, Non-Food-Konsumgüter sowie Industriegüter informieren und Branchenkontakte knüpfen. Als Teil der Messe wird der „Inno vationparc Packaging“ den Mes se besuchern interaktiv Lösungen für die verschiedenen Anforderungen von Haushalt, Einzelhandel, Logistik und Produktion präsentieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Fast Moving Consumer Goods, wobei die Innovationen jeweils im Kontext der gesamten Wertschöpfungskette vorgestellt werden. In den folgenden Kurzbeiträgen hat die Redaktion nach Informationen der Aussteller einige interessante Neuheiten der interpack 2008 zusammengestellt.
Vom 21. bis 25. April 2008 findet in Hannover das wichtigste Technologieereignis in diesem Jahr statt. Zehn inter nationale Leitmessen für die Industrie locken hochrangi ge Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zum in ternationalen Gipfeltreffen der Tech nologie- Branchen: Interka ma+, Factory Automation, Industrial Building Automation, Digital Factory, Subcontracting, Energy, Power Plant Technology, Pipeline Technology, MicroTechnology und Research & Technology. Schwer punktthemen der Hannover Messe 2008 sind Automatisierung, Energietechnologien, indus - trielle Zulieferung und Dienstleistung sowie Zukunfts tech no - logien. Insbesondere die Koope ration mit dem diesjährigen Part nerland Japan, dem innovati ven Technikriesen aus Fernost, ver spricht spannende und nachhaltige Eindrücke. Unter dem Mot to „Cooperation through Inno vation“ präsentiert Japan seine hochtechnolo gischen Neuentwick lungen in den Bereichen Industrie automation, Robotik, Energie, Brennstoffzellen, Umwelttechnologien sowie Mikro- und Nanotech nologie. Auf den nachfolgenden Seiten wird ein Überblick über ausgewählte Aussteller und ihre Exponate gegeben. Der Schwer punkt der Betrachtung liegt dabei auf Komponenten und Systeme aus den Bereichen Automation und Antriebstechnik.
Terminlich zwischen der Hannover Messe (21. bis 25. April) und der interpack in Düsseldorf (24. bis 30. April) gelegen, erlebt die RESALE, die Internationale Messe für gebrauchte Maschinen und Anlagen, vom 23. bis 25. April 2008 in Karlsruhe ihre 14. Auflage und wird damit wieder viele Besucher aus dem Inund Ausland anziehen.
Am 8. März 2007 trat die Verordnung zur Umsetzung der EG-Richtlinien 2002/44/EG und 2003/10/EG zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch Lärm und Vibrationen in Kraft. Diese Verordnung verpflichtet die Betreiber von Flurförderzeugen (Gabelstapler, Zugmaschinen), die Belastungen für die Beschäftigten durch Vibration und Lärm entsprechend dem Stand der Technik zu minimieren. Betreiber von Flurförderzeugen müssen ihre Fahrzeuge und deren Einsatzbedingungen überprüfen und – falls erforderlich – optimieren. Nachfolgend werden einige Maßnahmen zur Minderung der Vibrationsbelastung beim Einsatz von Gabelstaplern vorgestellt, die sich bei der Audi AG in Ingolstadt gut bewährt haben.
Im neuen Briefzentrum der Schweizerischen Post in Zürich- Mülligen sind alle Prozesse durch einen hohen Automatisierungsgrad gekennzeichnet. Eine wichtige technische Komponente zur zuverlässigen Gestaltung der Abläufe sind vier integrierte Quergurtsorter von Interroll Automation.
Neue, modular gestaltete Führungs- und Stützelemente mit umlaufenden, achsfreien zylindrischen Kunststoffkörpern reduzieren die Reibung in kritischen Bereichen der Stetigförderer auf weniger als 10 % und tragen damit zu einer wesentlich höheren Energieeffizienz im Stückguttransport bei. Ein gemeinsames Projekt der Walter Reist Holding AG aus der Schweiz und der TU Chemnitz diente der anwendungsbezogenen Entwicklung eines innovativen Bauelementes und dessen Integration in die Fördertechnik.
Ermüdungsversuche mit ortsfesten pulsierenden Lasten ergeben als zufällige Einzelwerte die Ermüdungsfestigkeit an den geprüften Lasteinleitungsstellen. Bemessungsbestimmende Werte der Ermüdungsfestigkeit von Halsnähten können nur mit Überrollversuchen bestimmt werden, bei denen die Prüflasten auf dem Träger hin und her fahren, weil dabei auch die schwächste Stelle der Halsnaht von den Radlasten mit erfasst wird.
Instandsetzungsarbeiten an Kranbahnen führen zu Stillstandzeiten und verursachen hohe Kosten für den Betreiber. Die Entscheidung, ob und wann eine Instandsetzung der Kranbahn notwendig ist, wird auf Basis einer Vermessung getroffen, die den Soll-Ist-Zustand dokumentiert. Im Beitrag wird ein automatisiertes Messsystem beschrieben, das die dafür benötigten geometrischen Informationen präzise und sehr detailliert bereitstellt und gleichzeitig die Stillstandzeiten der Kranbahn während der Vermessung auf ein Minimum reduziert.
Mit dem neuen, intelligenten Ladesystem „PosiCharge“ des amerikanischen Unternehmens AeroVironment kann das Batteriemanagement bei Flurförderzeugen deutlich vereinfacht werden, denn der aufwändige Batteriewechsel und Ersatzbatterien entfallen.
Zurzeit bereiten sich 1100 Aussteller auf ihren Auftritt auf der CeMAT 2008 vor, die in der Woche vom 27. bis 31. Mai in Hannover veranstaltet wird. Nach dreijähriger Pause ist dies die zweite Auflage der Intralogistik-Leitmesse als eigenständiger Branchenevent. Eine Reihe von begleitenden Fachveranstaltungen ist geplant.
Die Fachmesse LogiMAT hat mit ihrer 6. Auflage weiter an Profil und Attraktivität gewonnen. Erstmals in neuer Umgebung, in den modernen Hallen 4, 6 und 8 des neuen Stuttgarter Messeareals, veranstaltet, konnten sowohl bei den Ausstellern als auch bei den Besuchern neue Bestzahlen registriert werden.







