Innovationstag mit Intralogistik

Innovationstag mit Intralogistik

Über 300 kleine und mittlere Unternehmen sowie Forschungsinstitute beteiligten sich am diesjährigen Innovationstag bei der AiF Projekt GmbH in Berlin.

Die rd. 200 präsentierten Innovationen resultieren überwiegend aus der technologie- und branchenoffenen Projektförderung durch das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und der ebenfalls technologie- und branchenoffenen vorwettbewerblichen Forschung im Rahmen des BMWi-Programms „Industrieforschung für Unternehmen“ mit den beiden Förderlinien Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) und Innovationskompetenz (INNO-KOM). Das Spektrum der in der Leistungsschau am 18. Mai vertretenen Branchen war traditionell sehr breit gefächert und bot den Besuchern viele Kontakt- und Informationsmöglichkeiten zu den Neuheiten und Zukunftstechnologien. Stellvertretend für den Bereich Intralogistik stehen die drei folgenden Beispiele.
Die HIT Hafen- und Industrietechnik GmbH aus Wardenburg informierte über „move-e-star“. Das batterieelektrisch angetriebene Niederflur-Transportfahrzeug wird u. a. in der Automobil- und Flugzeugindustrie eingesetzt, wo es auf eine besonders hohe Platzierungspräzision ankommt. Der modulare Aufbau ermöglicht Gerätevarianten, die große Lasten zwischen 5 t und 120 t transportieren können. Das Herzstück des „move-e-star“ bilden die Antriebsachsen, in denen der Fahrantrieb, die Lenkung und das Hubsystem integriert sind.
Zwei kooperierende Fachbereiche der TU Dresden, die Professur für Technische Logistik und die Professur für Funktionsintegrativen Leichtbau, veranschaulichten ihre Erkenntnisse zum Forschungsthema „Regalbediengeräte mit hoher passiver Schwingungsdämpfung durch Einsatz von Faserverbundwerkstoffen“. Im Vergleich wurden Modell-Masten aus Stahl (Referenz) und CFK (verklebtes Kastenprofil) schwingungstechnisch untersucht und die Vorteile faserverbundgerechter Mastgestaltung benannt, u. a. geringer Energiebedarf und kurze Abklingzeiten.
Das Unternehmen Dr. Hesse und Partner Ingenieure aus Hamburg präsentierte gemeinsam mit dem Institut für Geodäsie der Leibniz-Universität Hannover das Exponat ARTIS (Advanced Railtrack Inspection System), ein neues System zur 3D-Vermessung von Kranschienenprofilen und -Befestigungen, das mit seiner Genauigkeit einen hohen Anwendernutzen verspricht. Dirk Dennig und Sören Leitz erläuterten den interessierten Besuchern ihre Innovation an einem 1:1-Equipment (s. Bild). Übrigens: Ausführliche Informationen über Technik und Nutzungsmöglichkeiten von ARTIS finden sich in der neuesten Ausgabe von „Hebezeuge Fördermittel“. Das Heft 6/2017 erscheint am 8. Juni. (nh)

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