Mehr Mobilität auf der Baustelle mit dem Liebherr LR 1600/2-W
Die Liebherr-Werk Ehingen GmbH hat die Mobilität des Schmalspur-Raupenkrans LR 1600/2-W auf der Baustelle erweitert. Der Kran verfährt jetzt mit bis zu 108 m langem Hauptausleger und 12 m fester Spitze. Erreicht wurde das durch eine Drehbühnenverlängerung. Der Drehbühnenballast konnte dabei von 190 t auf 150 t reduziert werden. Abhängig von der Auslegerlänge wird ein Zentralballast zwischen 0 t und 65 t angebaut. Der 600-t-Raupenkran, der auf der bauma 2010 präsentiert wurde, hat sich zwischenzeitlich in Windparks bewährt. Er eignet sich optimal für die Montage von 3-MW-Windkraftanlagen auf 100-m-Türme, ohne dass ein Derrick-System aufgebaut werden muss.
Mit der neuen Variante entfällt das Rückrüsten von Gitterstücken vollständig. Der LR 1600/2-W verfährt nach der Montage mit kompletter Ausrüstung zur nächsten Anlage. So wird der Kraneinsatz noch schneller und wirtschaftlicher. Durch die Verwendung eines SL-Auslegersystems ist der Transport besonders kostengünstig, da die L-Gittermastteile in die S-Stücke eingeschoben werden können.
Bei den Schmalspurversionen der Liebherr-Raupenkrane ist die Sternabstützung zwischen dem Raupenmittelteil und der Drehbühne montiert. So ist es möglich, beim Verfahren der Krane zwei Abstützholme nach vorn und zwei Holme nach hinten zu schwenken. Die Abstützplatten werden so nah am Boden geführt, dass sie bei einem Einsinken der Raupenträger sofort greifen und die Aufstandsfläche vergrößern. Die schwenkbaren Sternabstützungen bieten auch die Möglichkeit, die Abstützbreite optimal an den verfügbaren Weg anzupassen.
Dadurch wird ein deutlich höheres Maß an Sicherheit gegen seitliches Kippen gewährleistet als bei Wettbewerbskranen, bei denen die seitlichen Abstützungen während des Verfahrens komplett nach oben geschwenkt werden müssen. Darüber hinaus hat das Liebherr-Konzept auch den Vorteil der wesentlich geringeren Durchfahrtsbreite im Bereich der Drehbühne. Der LR 1600/2-W misst hier lediglich 6,5 m.











