Weiße Fördergurte für süße Versuchungen

Hygienisch, sauber und sicher für die Lebensmittelindustrie

Weiße Fördergurte für süße Versuchungen

Ob Cola, Gummibärchen oder Joghurt – in all diesen süßen Versuchungen steckt Zucker. Doch Zucker unterliegt strikten Normen für die Handhabung von Lebensmitteln entlang des gesamten Transportweges. Anlagen oder Geräte, die mit Zucker in Berührung kommen, werden nach entsprechenden Standards hergestellt. Das gilt auch für die für den Transport verwendeten Fördergurte.

Hauptquellen für Zucker sind in der Regel das Zuckerrohr aus Lateinamerika oder Zuckerrüben aus den USA oder Europa. Vor Ort gewinnen die Hersteller den Zucker aus den Pflanzen und schicken ihn auf ihren Transportweg. Zum Beispiel nach Antwerpen. Die belgische Hafenstadt ist schon seit Jahrhunderten einer der größten Umschlagplätze für das süße Nahrungsmittel. Dort wird der Zucker zunächst gelagert, bis eine Kundenbestellung eingeht.

Erst kürzlich investierte Euroports 30 Millionen Euro, um die Umschlagkapazitäten zu erhöhen und um die Qualität des Warenumschlags zu verbessern. Im Zuge der Kapazitätserweiterung und Optimierung entschloss der Terminalbetreiber Ende letzten Jahres außerdem dazu, seine Förderanlage komplett zu erneuern und mit weißen Lebensmittel-Fördergurten von Contitech auf den neusten Stand zu bringen.

Hygiene ist das A und O in der Lebensmittelverarbeitung

„Nach sechs Wochen konnten die ersten Fördergurte bereits installiert werden, damit waren wir fast doppelt so schnell wie unsere Wettbewerber“, erzählt Stephan Weisgerber Geschäftsführer von Contitech in Finnland, von wo aus das Förderband geliefert wurde. Euroports ist nach dem IFS (International Featured Standards) zertifiziert. Rund um den Globus arbeiten Hersteller und Händler mit den IFS-Standards, um den wachsenden Anforderungen durch die Globalisierung mit Qualität, Transparenz und Effizienz zu begegnen. Die Zertifizierung umfasst acht Standards, die für und von Beteiligten aus allen Teilen der Lieferkette entwickelt wurden. Entsprechend galt es auch für Contitech diesen strikten Standards gerecht zu werden.

Für die Lebensmittelindustrie sind die Anforderungen in puncto Hygiene besonders hoch. Das beginnt schon bei der Herstellung der Fördergurte. Vor der Produktion reinigen Mitarbeiter im finnischen Tampere alle Maschinen und tragen bei der Produktion spezielle Arbeitskleidung, welche die hohen Anforderungen an Sauberkeit des Endproduktes unterstützt. „Wir arbeiten außerdem zusammen mit unserer Forschungs- und Entwicklungsabteilung an neuen Mischungen, um unser Produktprogramm zu erweitern. Wir erhalten Nachfragen für Fördergurte für Salz, Getreide oder Backwaren und Obst, Gemüse, Fleisch oder auch Arzneimittel – alles, was für den Menschen besonders sensibel ist. Für unsere Kunden ist es von Vorteil, dass wir unsere eigenen Mischungen herstellen. Wir können diese von einem externen Institut zertifizieren lassen und je nach Anforderung spezielle Mischungen entwickeln. Auch die Fördergurte für das Zuckerlager in Antwerpen haben wir passgenau auf die Bedürfnisse von Euroports zugeschnitten.“

Alles ist möglich – von ölbeständig bis schwer entflammbar

Fast alle Fördergurte für die Lebensmittelverarbeitung sind so entwickelt, dass sie hochbeständig sind gegen tierische Fette, Pflanzen- oder Mineralöle sowie zahlreiche Chemikalien. Und umgekehrt stellt Contitech sicher, dass sich die Bestandteile der Kautschukmischung nicht auf die Lebensmittel übertragen, die von den Gurten transportiert werden. Je nach Gummiqualität sind die Fördergurte antistatisch, hitze- oder ölbeständig. Welche Eigenschaften benötigt werden, hängt von Fördermaterial und der Umgebung ab, in der die Gurte eingesetzt werden. Fast alle organischen Stoffe wie Mehl oder Zucker können verheerende Staubexplosionen verursachen. Die Fördergurte, die in Antwerpen Zucker transportieren sind deshalb schwer entflammbar und anti-statisch, um mögliche Explosions- und Brandgefahren auszuschließen.

Fördertechnik
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