Zentralisierte Logistik bei Gerry Weber

Zentralisierte Logistik bei Gerry Weber

Nach nur zwanzigmonatiger Bauzeit hat Gerry Weber das neue Logistikzentrum in Halle/Westfalen in Betrieb genommen und vereint die Logistik für die komplette Textilware damit erstmals unter einem eigenen Dach. Der Neubau, der sich auf rund 76.000 Quadratmeter Nutzfläche erstreckt, befindet sich im Betrieb mit dem Ziel eines jährlichen Umschlags von bis zu 37 Millionen Artikeln.

Die komplette logistische IT-Steuerung des Lagers – vom Wareneingang über die Einlagerung, Kommissionierung bis hin zum Warenausgang und Versand – übernimmt das Warehouse Management System „InconsoWMS X“. Besondere Berücksichtigung fand die bei Gerry Weber seit 2009 eingesetzte RFID-Technologie zur lückenlosen, warenstückgenauen Nachvollziehbarkeit aller Warenbewegungen. Auch die komplexen Prozesse im Hänge- und Liegewarenversand werden vom WMS gesteuert. Zudem bündelt das Warehouse Management System eine Vielzahl weiterer Prozesse, die von mehrstufiger Kommissionierung, einer bedarfsgerechten Nachschubsteuerung bis zur automatischen Vollständigkeitskontrolle der Packstücke im Wareneingangs- und Warenausgangsprozess reichen. Dazu zählt ebenfalls die differenzierte Warensteuerung der Hänge- und Liegewaren, die je nach Bestellung für den gemeinsamen Versand abgewickelt werden müssen. Per Hängefördertechnik werden die für den Versand vorbereiteten Hängewaren vollautomatisch an die jeweilige Station gesteuert. Enthält eine Bestellung auch Ware, die als Liegeware gelagert wird, erfolgt die Taschenbeladung: Liegend gelagerte Ware wird an Packplätze befördert, die nur von Hängefördertechnik bedient werden können und an denen Packstücke für den liegenden Versand erzeugt werden. Zusätzlich kann aus Liegeware – durch Aufbügeln – Hängeware erzeugt werden, damit die bestellten Kleidungsstücke zeitgleich und gemeinsam auf den Versandweg gebracht und Teillieferungen vermieden werden.

Steuerungstechnik