Kollisionsvermeidung im Lager

Sensoren liefern Echtzeit-Informationen für die Navigation

Kollisionsvermeidung im Lager

Um kleine Transport- und Kommissionierfahrzeuge vor Kollisionen zu schützen bietet die Sick AG den „2D-Lidar-Sensor“ der Serie „Tim“, die zusätzlich Messdaten für die Navigation liefern. Darüber hinaus steht erstmals auch ein „2D-Lidar-Sensor“ mit dem Performancelevel b zur Verfügung.

In vielen intralogistischen Systemen geht der Trend zu kleineren und flexibleren Transport- und Kommissionierfahrzeugen. Oftmals sind sie in der Lage, ihre Transportkapazitäten besser an Tagesschwankungen und saisonale Spitzen oder auch an veränderte Auftrags- und Kundenstrukturen anzupassen. Um sie autonom betreiben zu können, sind kollisionsfreie Fahrten zu gewährleisten und die Möglichkeit einer individuellen Navigation erforderlich.

Sensoren erfüllen Anforderungen an Integrationsfähigkeit und Verfügbarkeit

Die verschiedenen „Tim“-Produktfamilien stellen hierfür applikationsgerechte Lösungsmöglichkeiten dar, denn sie erfüllen zunächst wichtige gerätetechnische Anforderungen. Der kompakte „Tim5xx“ beispielsweise, der zur simultanen Objekterkennung, Positionserfassung und Navigation eingesetzt wird, besitzt eine Bauhöhe von 86 Millimetern und ist dadurch auch in beengte Einbausituationen gut integrierbar. Zudem wiegt er nur 90 Gramm und benötigt 2,2 Watt. Die kompakte Bauform soll die Anforderungen an die Funktionalität und die Wendigkeit sowie den Wunsch nach einer langen, unterbrechungsfreien Betriebsdauer unterstützen. Zudem sind sie auf eine schnelle und einfache Plug & Play–Integration ausgelegt, wodurch ein einfacher Austausch ermöglicht wird. Hinsichtlich der Sensortechnik sind alle „2D-Lidar“-Produktfamilien mit der HDDM-Technologie ausgestattet und erfüllen damit ebenso die Anforderungen an die Detektionsgenauigkeit.

Für industrielle Anwendungen steht mit dem „Tim361S“ der erste sicherheitszertifizierte „2D-Lidar-Sensor“ mit dem Performancelevel b gemäß EN ISO 13849-1:2015 zur Verfügung. Im sicheren Arbeitsbereich von 0,05 Zentimetern bis 4 Metern können bis zu 48 unabhängige Überwachungsfelder eingerichtet werden.

Fahrwegüberwachung für halbautomatische Flurförderzeuge

Mit der Integration von zwei „Tim3xx“-Flächensensoren in einen Kommissionier, können kollisionsfrei autonome Transportaufgaben durchgeführt werden. Dabei wird beim Aufnehmen einer Last durch das Gabelelement beispielsweise die Position der Palette erkannt. Während der Transportfahrt überwacht ein frontseitig montierter „Tim“ den Fahrweg – im Winkel von 270 Grad und einem Arbeitsbereich bis zu zehn Metern. Es stehen 16 vorkonfigurierte Tripelfeldsätze in Form von Melde-, Warn- und Stoppfeldern zur Verfügung. Ein Feldsatz lässt sich direkt am Sensor in der Konfiguration anpassen. Um die Gefahr unbeabsichtigter Dejustagen der Sensoren zu vermeiden, bieten verschiedene Geräteversion die Funktionalität „Kontur als Referenz“, mit der sich die Sensoren eigenständig auf ihre korrekte Ausrichtung überwachen können.

Positionserfassung und Zielnavigation

Soll über die Fahrwegüberwachung hinaus auch die Einsatzumgebung zu Navigationszwecken erfasst werden, eignet sich die Produktfamilie „Tim5xx“ mit einem Arbeitsbereich bis 25 Metern. Bei einer möglichen Auflösung von 0,33 Grad innerhalb des 270-Grad-Scanfeldes liefert der „TiM571“ die Messdaten der gescannten Fläche. Die Messdaten werden per USB- oder Ethernetschnittstelle als maschinenlesbarer Datenstring ausgegeben und in den übergeordneten Applikationen der Fahrzeugsteuerung weiterverarbeitet.

Sensorik
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