Rückgrat für die Produktion

Rückgrat für die Produktion

Bei der Kaufentscheidung spielten technische, finanzielle und ergonomische Aspekten eine Rolle

Zwölf Stunden harte Betriebszeit pro Tag, 230 Tage pro Jahr, bis zu fünf Tonnen Last pro Fahrt und mit einer großen Bedeutung für die Produktion: Die Baustoffwerke Havelland verlassen sich auf Schwerlastgabelstapler. Der Hersteller von Steinen für den Hochbau ließ das aktuelle Fahrzeug auf seine Bedürfnisse anpassen, unter anderem mit einem Steinstapelgreifer.

1. Größe der Planelemente: Die Zangen wurden daher auf eine Gesamtbreite von 230 Zentimeter verbreitert. (Quelle: Yale)
2. Besondere Aufgaben im Havelland: 
Ein Standard-Schwerlaststapler kam für die Baustoffwerke nicht infrage. (Quelle: Yale)
3. Hohe Anforderungen an den neuen Stapler: belastbar, betriebssicher und schnell (Quelle: Yale)

Es ist ein Baukasten für den Hochbau: Das Produkt „Planelemente“ aus dem Unika KS Werk ist ein Renner in der Produktpalette der Baustoffwerke Havelland. Architekten senden CAD-Daten direkt an den Hersteller von Kalksandsteinen, und dieser produziert passgenaue Planelemente, die auf der Baustelle nur noch zusammengesetzt werden müssen.

Was der Baufirma vieles erleichtert, ist für den Hersteller eine Herausforderung: Die Planelemente sind unterschiedlich groß und bis zu einem Meter breit. Da sie stückweise verkauft werden, ist eine Palettierung nicht sinnvoll. Am Ende der Produktionslinie für die Planelemente ist also ein Zangenstapler gefordert. Er greift dort bis zu zwanzig Planelemente mit bis zu fünf Tonnen Gesamtgewicht und bringt das Paket ins Freilager auf dem Firmengelände. Geht es zur Baustelle, greift der Stapler die Quader und hebt sie auf den Lkw und das Ganze rund um die Uhr an 230 Tagen im Jahr.

Lagerlogistik abgesichert

Diese Transportlogistik kann keine Ausfälle dulden. „Wenn der Stapler ausfällt, steht die Produktion“, sagt Olaf Lilie, technischer Betriebsleiter der Baustoffwerke Havelland. Lange Jahre ging das gut, aber im Jahr 2016 hat das Unternehmen beschlossen, die Lagerlogistik mit einem zweiten Schwerlaststapler abzusichern, zumal das bisherige Modell schon viele Betriebsjahre auf dem Buckel hatte.

Der Baustoffhersteller aus Brandenburg legte dabei nicht nur Wert auf die technischen Anforderungen, sondern auch auf die Gesamtkosten der neuen Investition. „Es nützt nichts, wenn die Investitionskosten zunächst niedrig sind, wir aber hohe Betriebskosten, lange Stillstandszeiten oder hohe Wartungskosten haben“, sagt Olaf Lilie. Es gehe vielmehr um eine Wirtschaftlichkeit auf lange Sicht, dazu gehöre auch das Thema Servicegeschwindigkeit. Lilie: „Unterm Strich zählt für uns eine hohe Standfestigkeit“.

Belastbar und betriebssicher

An einem 12-Tonnen-Stapler führte kein Weg vorbei, denn bei den Baustoffwerken wollte man nicht bei den hohen Lasten mit einem kleineren Stapler höhere Ausfallzeiten riskieren. Der neue Stapler musste belastbar und betriebssicher sein und sich auch noch schnell auf dem Gelände bewegen können. Die Baustoffwerke Havelland holten mehrere Angebote ein, entschieden sich aber zügig für das Gerät von Yale. Der Yale-Händler MF Gabelstapler offerierte ein mit dem bestehenden Zangenstapler vergleichbares Modell. Mit diesem hatte man mehr als fünf Jahre lang gute Erfahrungen gemacht. Lilie: „Wir haben uns für das entschieden, was wir kennen und schätzen. Wir wollten keine Experimente machen.“ Man habe aufgrund der Erfahrungen Vertrauen in das Yale-Produkt gehabt.

Hinzu kam, dass den Steine-Experten aus Brandenburg die neue Zusammenarbeit mit dem Yale-Händler MF Gabelstapler Service von Anfang an gefallen hat. „Die Gespräche haben in einer sehr konstruktiven Atmosphäre stattgefunden“, berichtet Olaf Lilie. MF Gabelstapler hätte die Anforderungen der Baustoffwerke Havelland schnell verstanden und entsprechende Vorschläge gemacht. „Die wissen, wovon sie reden“, so Lilie. Man habe sich gemeinsam mit MF Gabelstapler schnell auf Einzelheiten verständigen können. Und die Servicequalität sei nicht zu beanstanden.

Ein Standard-Schwerlaststapler für die besonderen Aufgaben im Havelland kam für die Baustoffwerke nicht infrage. Wichtigste Besonderheit des GDP 120 darum: der Steinstapelgreifer des Herstellers Steinweg Klammersysteme. Die Zangen wurden aufgrund der Größe der Planelemente auf eine Gesamtbreite von 230 Zentimeter verbreitert und speziell beschichtet, sodass sie unverpackte und folienverpackte Steine gleichzeitig greifen können. Eine LED-Leuchte am Greifer erleichtert die Arbeit bei schlechten Lichtverhältnissen – eine Ergänzung, die die Staplerfahrer vorgeschlagen haben.

Komfort und Wohlbefinden –des Fahrers wichtiges Element

Überhaupt war es den Baustoffwerken Havelland wichtig, dass die Anforderungen der Mitarbeiter in ihr neues zentrales Arbeitsgerät eingehen: So hat man sich vor allem darauf geeinigt, Komfort und Wohlbefinden des Fahrers am Arbeitsplatz auszubauen: Das Fahrzeug hat einen luftgefederten Sitz, eine erhöhte Rückenlehne, eine Lendenwirbelstütze und eine Sitzheizung. Die rundum verglaste Kabine ist mit einem Umluftsystem und mit einer Klimaanlage ausgestattet. „Uns war wichtig, dass der Mitarbeiter einen guten, geschützten Arbeitsplatz bekommt“, sagt Olaf Lilie.

Eine Leselampe und eine Dokumentenablage erleichtern die Arbeit. Ein Radio sorgt für Kurzweil. Die Mitarbeiter bei den Baustoffwerken Havelland wissen das zu schätzen. „Das ist jetzt mein Lieblingsgerät“, hört Olaf Lilie aus der Belegschaft, die Fahrer fühlten sich im neuen Yale-Stapler schlicht „gut aufgehoben“.

Und auch aus Sicht der Firmenleitung hätten sich die Erwartungen in den neuen Helfer „voll und ganz erfüllt“, sagt der technische Betriebsleiter. Der 12-Tonnen-Stapler ist seit März des Jahres 2017 bei den Baustoffwerken Havelland störungsfrei im Dauereinsatz. „Seine Verfügbarkeit und seine Leistungen stimmen“, erzählt Olaf Lilie. Und auch die Kommunikation mit seinem Händler sei effizient und geradlinig.

MF Gabelstapler halte auch nach dem Verkauf permanent den Kontakt zu den Baustoffwerken Havelland und kümmere sich um die Staplerbelange der Firma. (jak)

Hebezeuge Fördermittel 03/2018 PDF-Download (1.57 MB)